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Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt!

Hiob 19, 25 zum Monatsspruch November 2019

Was für ein Vertrauen! Wer in höchsten Nöten ist und aus Überzeugung so einen Satz sagt, der weiß einerseits, dass Erlösung nötig ist und andererseits, dass Erlösung auch zuteil wird.

Wenn nach langer, schwerer Krankheit ein uns lieber und vertrauter Mensch stirbt, sehen wir in dessen Tod eine Erlösung von den Qualen. Einen Menschen, den Leid und Schmerzen zermürbten und der keine Aussicht mehr hatte auf Verbesserung seines Zustandes, dem bringt der Tod Erlösung. Wohlgemerkt, der Tod! Der Mensch ist von allen Lasten des Lebens befreit. Diese Realität gilt für Christen und Nichtchristen gleichermaßen.

Aber sind wir denn hoffnungslos eingemauert zwischen Geburt und Tod? Und wie viel bedeutet uns die alljährliche Osterbotschaft, in der wir hören, dass Christus dem Tod die Macht entrissen hat? Wirkt der Tod nicht, als wäre er die letzte Instanz und danach kommt das Nichts? Es ist schwer Menschen zu trösten, denen ihr Glaube schier zerbricht und die ins Bodenlose zu gleiten drohen. Sie haben doch mit anderen Menschen intensiv um Heilung gebetet! Da können Gedanken kommen, die nach dem Willen Gottes fragen bis hin zu Zweifeln an der Existenz Gottes. Auf all diese Fragen gibt es keine fertige Antwort.

In unserer Bibel wird von unzähligen Menschen berichtet, die fast zerbrachen, die unendlich gelitten haben, weil ihnen Gott so fern erschien. Wir möchten doch Gott so gerne verstehen, ihn so gerne spüren! Aber was, wenn dieses Gefühl fehlt!? Dann meinen wir vorschnell, dass es aus ist mit unserem Glauben.

Aber, ob wir da nicht Glaube mit Gefühl verwechseln? An dieser Stelle brauchen wir unseren, von Gott gegebenen Verstand, der uns sagt, Glauben ist mehr als Gefühl! Glaube hat mit Einsicht und Erkenntnis zu tun.

Der Apostel Paulus lehrt uns, dass Gott das vollenden wird, was er geschaffen und mit Jesus Christus begonnen hat. Er ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Gott will Menschen, die ihm ihre Ängste und Nöte bringen, Menschen, die nach ihm fragen, die ihn suchen und brauchen. Ein Gebet von Jesus lautet: Vater, ich möchte, dass alle, die du mir gegeben hast, bei mir bleiben. Sie sollen an meiner Herrlichkeit teilhaben.

Ich wünsche uns allen, dass Gott in uns den Glauben erhält, der nicht aus sich selbst lebt, sondern aus seiner Gnade, aus seiner Kraft, aus seinem Geist und seinem Wort. Und auch, wenn Gottes Plan nicht mit unserem Plan übereinstimmt fügen wir uns in: DEIN Wille geschehe!

Es gibt kein endgültiges Dunkel. Endgültig ist das Licht!

Monika Günther

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